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Probleme mit SRAM Schaltwerken

Allgemein

Auf dieser Seite möchte ich meine Erfahrungen mit einem 1x11 GX Schaltwerk von SRAM teilen. Im harten Einsatz z.B. Bikepark treten aussergewöhnlich hohe Belastungen bei dem Schaltwerk auf, verursacht mitunter durch die verbaute Reibungskupplung. Ein Schwachpunkt bei meinem SRAM Schaltwerk ist die Verbindung von Schaltwerk zu Schaltauge. Aber auch das Eagle Schaltwerk scheint Probleme mit dem Käfig aufzuweisen. Aufgrund der Vielzahl von Problemen habe ich eine eigene Seite erstellt.

Brechende B-Scheibe

srambplate

Gerissene B Plate

Die Schaltwerke der 1x11 Serie sind besonders anfällig gegen brechen der Befestigungsplatte zwischen Schaltauge und Schaltwerk, welche mit dem sog. B-Bolt geführt wird. Meiner Meinung nach sind dafür mehrere Faktoren verantwortlich: 1. Die erhöhte Zugspannung durch die Reibungskupplung 2. Die relativ kleine Fläche der Platte, welche auf dem Schaltauge geklemmt wird, begünstigt ein selbstständiges lösen des Bolzens und ein brechen der Platte. Sowie 3. zu dünne Wandstärken oder falsche Materialwahl der Platte.

Ersatzteilnr. für das 1x11 GX Schaltwerk wäre: 11.7518.055.000 (alte Version), für XX1/X01/X1 alte Version T25 bis 09T6 11.7518.014.000. Die neue Version welche bei neueren Schaltwerken ab 09T6 mit 5mm Sechskant passen: 11.7518.068.000 für DH und 11.7518.081.000 XX1/X01/GX1 HEX5 in neuerer Ausführung mit integrierter Sicherungsscheibe und massiverer Platte wie bei Eagle. Die neue Version wirkt wesentlich massiver und ist leichter einzubauen.

Der Schlüsselring bei den 1x11 Schaltwerken ist eine ziemliche Geduldsprobe, wenn man die B-Scheibe wechseln möchte. Hierzu habe ich den Bolzen mit einem Kabelbinder fixiert.

Aus Kanada gibt es von "Thefix" eine Version aus Stahl, welche jedoch wie die ursprüngliche Version geformt ist und vermutlich auch die Tendenz zum selbst lösen der Befestigungsschraube hat. Ebenso verhindert dies nicht die Problematik im nächsten Absatz und verschlimmert diese vermutlich sogar.

Zu großer Abstand der Haltenase zur B-Schraube

sramhanger

Zu großer Abstand bei Radon Schaltauge, kein flächiger Kontakt, Quelle: epicrider, mtb-news

Ich weiß nicht ob dies bei Eagle Schaltwerken immer noch der Fall ist, aber dadurch das der Abstand der Nase an der B-Scheibe zu groß ist (größer als Shimano) und nicht flächig auf der Nase vom Schaltauge aufliegt, entsteht viel zu hoher Verschleiss am Schaltauge. Dies wird wie schon erwähnt, durch das heftige schlagen des Schaltwerks auf das Schaltauge verstärkt. Manche Schaltaugen sind an SRAM angepasst in dem die Nase verlängert wurde, bei meinem von Bergamont ist dies jedoch nicht der Fall, wenn gleich auch nicht so schlimm wie in dem Foto oben.

brokenhanger

Das reparierte Schaltauge war nicht von langer Dauer

Ein Versuch das Schaltauge zu retten in dem ich eine kurze M5 Schraube eingedreht habe, hielt nur kurze Zeit, da irgendwann der Kopf abgeschert wurde oder sich die Schraube von selbst lockerte. Auch bei einem neuen Schaltauge waren innerhalb eines Tages, deutliche Abnutzungsspuren zu erkennen. Da ich leider über kein Schweissgerät verfüge um die Nase zu verlängern und nicht mehrere Schaltaugen pro Jahr kaufen möchte, habe ich mich entschieden wieder auf Shimano zu wechseln. Shimano hat einen fest verschraubten Ausleger und somit findet am Schaltauge kein Verschleiss statt. Der Ausleger ist mir zwar auch schon einmal gebrochen, jedoch erst bei Bodenberührung, was sich mit einem kurzen Käfig wie bei Zee verbessern lässt.

Probleme mit Käfig am Eagle Schaltwerk

eaglecage2

Gewinde im Käfig ausgerissen, Quelle: spiderschwein98, mtb-news

Der Käfig beim Eagle Schaltwerk scheint einen Konstruktionsfehler zu haben. Zum einen scheint das Gewinde bei der Befestigung vom oberen Röllchen häufig kaputt zu gehen und das Schaltwerk komplett ins Jenseits zu befödern, zum anderen ist der Abstand der unteren Nase am Käfig zu groß. In beiden Fällen ist vermutlich eine springende Kette auf oberen oder unterem Röllchen die Ursache.

eaglecage

Kette vom Röllchen abgesprungen und Schaltwerk mitgerissen, Quelle: mtr

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anon16 Matse sagte im Thema Hinterbausysteme ...#487
 
Santa Cruz war NICHT der erste Hersteller von VPPS - 1995 brachte die Marke Outland Cycles ein VPP, meines Erachtens das erste VPP. Outland hat das Patent an Santa Cruz verkauft.
September 19, 2019 at 8:19 am
anon16 nemo sagte im Thema Innenlager ...#486
 
Die Kettenlinienformel kann aus verschiedenen Gründen nicht stimmen. Man müsste die Kettenblattbreite dazuaddieren, nicht abziehen (Du misst ja vom Kettenblatt innen). (Extrembeispiel: 10mm innen, 20mm außen, Ergebnis wäre (10 + 20 + 2) / 2 == 16, hat hin, zeichne selbst.) Damit erreichen wir die Mitte zwischen den beiden Kettenblättern. Dazu wird die Kettenlinie normlerweise von der Mitte des Sitzrohrs aus angegeben (wie auf der Sheldon-Brown-Zeichnung), also muss die Hälfte des Sitzrohrdurchmessers noch dazu. Vielen Dank für das informative Kompendium, hat mir mehrmals die Augen geöffnet.
September 10, 2019 at 2:25 pm
anon16 Tobi sagte im Thema Reverb ...#485
 
Hallo zusammen, möchte gerne den Service machen an meiner Reverb Stealth A2. Allerdings passen die Gravur und die Maße nicht. Auf dem Rohr steht 31.6 430mm. Aber die Stütze hat nur 125 Hub. Das passt ja so nicht. Wie hoch also mit Öl befüllen ?
August 26, 2019 at 9:41 pm
anon16 Stephan sagte im Thema Charger ...#484
 
Danke für die ausführliche Info. Ich überlege gerade selbst wie ich meinen Shimstack anpassen kann, tendiere jedoch zu einem härteren Setting. Mir sind im Artikel folgende Punkte aufgefallen. Die Stahlfeder in der RCT3 welche den Shimstack vorspannt ist nur im Climb Modus aktiv. Im Open und Trail Mode nicht, hier ist ein Abstand zwischen Feder und Shim. Desweiteren werden im Climb Modus die Ports für das Lowspeed Damping verdeckt und im Trailmodus vermutlich nur halb verdeckt. Das erklärt auch weshalb der Rebound langsamer wird, da das Öl nur durch das Check Valve fließen kann und nicht mehr durch den LowSpeed Port. So wie das aussieht, soll der Compression Shimstack wie ein Popetvalve funktionieren. Also er soll sich nicht dynamisch anpassen, sondern ab einem Punkt einfach aufmachen. Da die die High- und Lowspeed Ports parallel angesteuert werden, ist der maximale Wert vom Lowspeed abhängig Highspeed Shimstack. Ist dieser zu soft hat man entsprechend wenig Lowspeed Damping da das ganze öl durch den Shimstack fließt. Eine Anpassung in der RCT3 ist noch schwieriger da das Endteil der Stahlfeder bündig mit den Shims sein muss. Ändert man die Größe der Shims oder die Höhe funktioniert das nicht mehr richtig. Dann gehen entweder die Shims kaputt, können sich nicht richtig bewegen und man hat zuwenig oder zuviel Vorspannung.
August 22, 2019 at 12:14 pm
anon16 elphil sagte im Thema Monarch ...#483
 
Vielen Dank fuer die O-Ring Groessen! Moechte nicht das teure Servicekit wegen zwei Dichtungen kaufen, IFP ist undicht. Hat mir sehr geholfen!
August 21, 2019 at 7:46 pm
anon16 GhostriderXL sagte im Thema Laufrad bauen ...#482
 
Heute mein erstes Laufrad selbst gebaut: -Nabendynamo Shimano DH-T8000 -Felge DT Swiss 545d 622-21 -Speichen DT Swiss Alpine III, 290mm, -Nippel DT Swiss ProLock, 12mm Super Anleitung, hat auf Anhieb geklappt. Nach dem Zentrieren mein bestes Vorderrad, das ich je hatte.
July 28, 2019 at 10:51 pm
anon16 omid sagte im Thema Campa/Shimano ...#481
 
9fach Campagnolo Ergos mit 8fach Shimano Gruppe. Habe 9-Fach Veloce Ergopower mit Shimano 8-Fach Schaltwerk und Kassette kombiniert. Das funktioniert ohne irgendwelche Modifikationen, einfach so.
July 28, 2019 at 8:26 am
anon16 xrated sagte im Thema News ...#480
 
Das geht wohl nur mit einer eigenes konstruierten Nabe und wenn der Hinterbau breit genug ist.
July 24, 2019 at 2:13 pm
anon16 Lew sagte im Thema Nabe ...#479
 
Die interessanteste Seite, die ich bisher finden konnte. Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben. Ich suche nach einer Lösung an beiden Seiten der Hinterrad-Nabe unabhängig voneinander Kraft aufs Rad zu bringen, also mit jeweiligem Freilauf. Bin für jeden Hinweis dankbar.
July 20, 2019 at 2:54 pm
anon16 Stefan sagte im Thema Nabe ...#478
 
Mit brachialer Gewalt (den eigens zurechtgefeilten Tacx-Schlüssel hats um fast 90 Grad verdreht) hab ich nun den Freilauf meiner 7700ner DA-Nabe aufgekriegt. Ursache allen Übels ist der vermaledeite Lagerkonus, sowohl innen zum Freilaufkörper (nicht so schlimm) als auch außen zur Achse (Kiesgrube)sind die Lagerlaufbahnen völlig verkratert. Hat jemand Erfahrungen mit dem Austausch dieses Konus aus anderen (billigeren) Shimano-Freiläufen, will nicht den Titankörper oder die komplette Nabe in die Tonne kloppen.
July 14, 2019 at 3:37 pm
von: bis:

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